Ein Gürtel für Franzi

 

Manche liebgewordenen Gewohnheiten hinterfragt man nicht sofort, sondern erst, wenn einem jemand darauf hinweist oder man im Gespräch zufällig das Thema streift und sich denkt: „Darauf habe ich irgendwie noch nie geachtet …“ Meine Tochter Franzi ist klein und zierlich und liebt kleine und zierliche Dinge, insofern ist auch ihr Mittelalter-Gürtel sehr schmal. Um ihr eine Freude zu machen, wollte ich ihr auf dem Markt in Rabenstein eine neue Schließen-Garnitur kaufen, möglichst zierlich und passend für das 12. Jahrhundert. Das ist natürlich ein Wiederspruch in sich, das weiß ich inzwischen auch. Dragal plädierte für möglichst breit. Und ich kaufte nichts und begann gezielt zu recherchieren.

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Hoffest auf dem Taubenberg 2017

Am Wochenende (23. – 24.09.17) haben wir an dem Historischen Hoffest des Berggasthof Taubenberg teilgenommen. Organisiert wurde dieses von Andrea und Christian von Wiridibora.

Aufgrund von einigen Krankheitsfällen mussten wir leider mit weniger von unseren Mitgliedern auskommen als geplant. Ihr wurdet vermisst… 🙁

Dennoch war es ein sehr schönes Fest mit tollen Menschen. Am Samstag Abend haben wir uns alle zum gemeisamen Essen und Abend ausklingen getroffen. Hierfür hat Wolfgang „Huhn nach Jägerart“ aus dem Libellus de Arte Coquinaria und Milchreis mit Kirschsoße gemacht. Unterstützt wurde er dabei von Jessi von Wiridibora.

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Niederadelige Familie um 1170

 

Unsere Darstellung ist die eines Niederadligen mit Familie, der vom Welfenherzog Heinrich dem Löwen im neugegründeten München zur Verwaltung seiner Besitzungen eingesetzt wurde. Heinrich der Löwe war zu seiner Zeit eine höchst umstrittene Persönlichkeit und mit vielen anderen Adeligen und kirchlichen Würdenträgern verfeindet. Da er zur Verwaltung seiner weit auseinanderliegenden Besitztümer zuverlässige Leute brauchte, setzte er als Verwalter gern Männer ein, die sich in seinen Diensten bewährt hatten, und zwar ohne Ansehen ihres Standes. Hielt die Familie es zwei Generationen auf einem Lehen aus, ohne abgesetzt oder vertrieben zu werden, war die neue Würde erblich. Seine Verwalter hätten sich für ihn in Stücke hauen lassen!

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Kiesen 2017

Ende September waren Stefan und ich von unseren Freunden von Ratisbona 1250 eingeladen, mit ihnen in Kiesen im Berner Oberland zu lagern. Die Anfahrtsstrecke war  die weiteste, die wir je für ein Lager gefahren sind, die landschaftliche Kulisse dafür sensationell. Und wir haben nette Leute kennengelernt und viele Anregungen bekommen: Danke an Maria, Daniel und Alice von der Comthurey Alpinum für die Anregung mit den bunten Schleiern!

Ich habe schon Wollstoff, Waid und die nötigen Chemikalien besorgt, um mich ans Färben zu wagen. Wenn es gelingt, gibt es das Ergebnis dann hier zu sehen.

Für unsere Aquamanile „Gaul“ war das Lager in Kiesen übrigens Schwerstarbeit: Da es auf den Dixie-Klos nur Desinfektionsgel gab und kein Wasser, wurde sie endlich mal regelmäßig zum Hände waschen benutzt und nicht nur als Schaustück. – Walburga

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